Archive for the ‘Allgemein’ Category

fleischlos klassich, heiß und lecker

Donnerstag, April 28th, 2011

gestern hatten wir gäste geladen – zu pizza und kino. mein schatz hatte sich dank osterferien dazu breitschlagen lassen, den teig für die pizzen schon ein paar stunden eher zuzubereiten. leider habe ich beim vermitteln des teigrezepts einen fatalen rechenfehler begangen, der dazu geführt hat, daß wir nun noch so viel teig übrig haben, um heute noch brot daraus zu backen. damit das in zukunft nicht mehr passiert, möchte ich die gelegenheit nutzen, das rezept für unsere lieblingspizza hier zu verewigen. das bild zeigt eine pizza mit zusätzlicher salami, ich halte mich im text aber an die italienische norm UNI 10791:98 für echte handgemachte neapolitanische pizza, es folgt also rezept 33: pizza napoletana

pizza napoletana

pizza napoletana

zutaten (für 2 mittelgroße pizzen):
200g mehl (type 550)
125ml lauwarmes wasser
125g büffelmozarella
10g frische hefe (oder 1/2 päckchen trockenhefe)
1 dose geschälte tomaten
15g tomatenmark
1 topf basilikum
olivenöl, zucker, salz
zubereitung:
hefe im wasser auflösen, mehl mit dem wasser, einem schuß olivenöl und einer prise salz zu einem glatten teig verarbeiten. der teig kann zwar sofort ausgerollt werden, bessere ergebnisse bekommt man jedoch, wenn der teig mindestens 45 minuten zugedeckt an einem warmen ort gehen kann. basilikumblätter abzupfen und zur seite legen. dosentomaten mit tomatenmark, 1EL zucker, 1/2TL salz, ein paar der gezupften basilikumblätter und 3 EL olivenöl in einen mixbecher geben und mit dem mixstab pürieren.
je eine hälfte des teigs auf einer bemehlten fläche dünn ausrollen, am rand etwas dicker lasen. 2-3 EL der tomatensoße mit einem löffel auf dem teig verteilen, den mozarella halbieren und eine hälfte in kleine stücke zupfen, auf der pizza verteilen. je nach belieben noch etwas olivenöl über die pizza tropfen, im pizzaofen bei 400°C ca. 5 minuten backen, bis der Rand gut gebräunt ist.
(anmerkung: im normalen Backofen bei max. 250°C dauert der backvorgang länger, ein gut vorgeheizter heißer stein kann hier helfen, für richtig gute pizza sind aber höhere temperaturen notwendig. unseren geliebten alfredo gibt es leider so nicht mehr, ob das nachfolgegerät genauso gute pizza macht, kann ich nicht sagen)
durchgebackene pizza aus dem ofen nehmen und erst jetzt mit frischem basilikum belegen,
heiß servieren oder selber schmecken lassen.

Atomkraft, nein danke!

Freitag, März 18th, 2011

aus aktuellem anlass möchte ich hier ganz deutlich meine ablehnung gegenüber der kernspaltungstechnologie sowohl in der waffentechnik als auch und ganz im besonderen in der energiewirtschaft bekunden. ich möchte dazu gern ranga yogeshwar zitieren – “die atomkraft ist eine technologie, die keine fehler verzeiht, der mensch ist aber nicht fehlerfrei”. ich bin sehr wohl dafür, radioaktive materialien in der forschung und medizin zum vorteil der menschheit einzusetzen. das gewinnen von energie aus kernspaltungsprozessen ist jedoch weder notwendig noch auf dauer beherrschbar, wie der weltöffentlichkeit in der letzte woche erst wieder schmerzlich bewusst wurde. auch wenn viele deutsche kernspaltungsreaktoren kurzfristig heruntergefahren wurden, dürfte inzwischen jedem klar sein, daß man atomkraftwerke eben nicht mit einem schalter abstellen kann. das radioaktive material muss teilweise mehrere jahre abklingen, bis man es aus dem kraftwerk herausbringen kann. da bis heute immer noch nicht geklärt werden konnte, wo diese abfälle – und dazu zählen nicht nur die brennelemente sondern ein großteil der bausubstanz der kraftwerke selbst – sicher auf millionen jahre gelagert werden können, sollte jedem klar werden, daß wir hier ein erbe hinterlassen das wohlmöglich länger bestehen wird als die menschheit selbst. harald lesch sprach in einer seiner bekannten alpha centauri episoden vom nuklearen flaschenhals, den eine zivilisation überwinden müsse. doch zeigt sich womöglich daß dieser nicht aus der überwindung nuklearer koflikte, sondern aus der überwindung der friedlichen nutzung der kernspaltungstechnologie beruht. dieser umstand macht den sprichwörtlichen flaschenhals nicht nur enger, sondern auch wesentlich länger.
wäre die menschheit nach dem ende des zweiten weltkriegs diesen irrweg nicht gegangen und hätte all die subventionen für die kerntechnik – und dabei sind die noch nicht kalkulierten entsorgungskosten noch gar nicht mitbedacht – konsequent in die erforschung und entwicklung erneuerbarer ressourcen investiert, würde unsere welt heute sicher völlig anders aussehen. hätte der schock von hiroshima und nagasaki ausgereicht, die kerntechnik als gefährliche, in ihrer anwendung als waffe zutiefst unmenschlichen technologie weltweit zu verbannen, hätte dies den lauf der geschichte wohl grundlegend geändert. ich kann nur hoffen, daß die zahl der (langzeit)opfer des “störfalls” in fukushima gering ausfällt und mein tiefstes mitgefühl für alle betroffenen des tohoku-erdbebens und all seiner folgen ausdrücken.
ein sprichwort sagt, wir haben die erde nur von unseren kindern geliehen – was unsere generation angeht, sind wir in der verantwortung, diese leihgabe in einem besseren zustand weiterzugeben, als wir sie von unseren eltern erhalten haben und ich hoffe inständig, daß es dafür noch nicht zu spät ist.

süßer fisch

Mittwoch, Februar 16th, 2011

letzten freitag hab ich seit langer zeit mal wieder plinsen (hochdeutsch: pfannkuchen, das wort, das hier in sachsen gern für “berliner” verwendet wird) gegessen. ich machte aus dem bauch heraus den vorschlag, die sonst ja gern mit zimtzucker gewürzten teigfladen, lieber herzhaft zu gestalten, so daß sich dann zum abendessen bei freunden verschiedene belegezutaten auf dem tisch sammelten. für meinen schatz hatten wir extra ahornsirup grad A eingepackt und weil ich den ja auch gern mag, ließ ich mir die erste plinse auch damit schmecken. die zweite runde war dann ein belag aus räucherlachs, frischkäse und frischem dill. ich merkte erst als die plinse schon gerollt war, daß auf meinem teller noch ahornsirup herumschwamm, der nun also zusammen mit dem lachs und dem frischkäse eingerollt war. das schlimmste erwartend, schnitt ich mir trotzdem eine scheibe ab und war dann aber extrem überrascht. daß man süß und herzhaft (und nein, ich meine nicht toast-hawaii :yuck:) gut kombinieren kann, ist ja nix neues, aber räucherlachs und ahornsirup? der rest der tischgemeinde lies sich aber nicht lumpen und probierte diese kombination auch aus und es fand einhellig anklang. da mir das ergebnis so gut schmeckte, gabs die süß-martitimen teigrouladen gleich noch mal am sonntag abend, ich präsentiere unter unmöglichem titel rezept 31: ahorn-lachs-roulade
zutaten:(für 5 pfannkuchen/2 portionen)
100g mehl 405
200ml milch
1 ei
100g räucherlachs
50g frischkäse
2EL dill
4EL ahornsirup, grad A
butterschmalz, salz
zubereitung:
aus mehl, milch, ei und einer prise salz einen klumpenfreien teig quirlen. den frischkäse in eine schüssel geben, mit dill und etwas salz verrühren, evlt ein EL milch dazugeben, falls der frischkäse recht krümelig ist. eine mittelgroße anti-haft-pfanne, am besten mit dickem boden auf höchste stufen aufheizen, eine flocke butterschmalz hineingeben und z.b. mit einem silikonpinsel in der ganzen pfanne gut verteilen. wenn die pfanne gut durchgeheizt ist, eine kelle des pfannkuchenteigs in die pfanne geben und durch vorsichtiges schwenken bis an den rand verteilen. die herdplatte jetzt auf mittlere stufe zurückdrehen. ist der pfannkuchen an der oberseite gestockt, kann er per wurftechnik oder pfannenwender umgedreht werden. der bräunungsgrad ist dabei ja eher geschmackssache und da herde und pfannen sehr unterschiedlich ausfallen können, kann man hier keine festen garzeiten angeben. ist auch die zweite seite nach gusto gebräunt, den teigling auf einen vorgewärmten teller oder bei 50° im backofen warmhalten, wieder etwas butterschmalz in die pfanne geben und den vorgang wiederholen, bis der teig aufgebraucht ist.
dann die plinsen mit der frischkäsemischung betreichen, lachs auflegen und einrollen. die gerollten plinsen dann mit dem ahornsirup anbei oder oben drüber schmecken lassen.

housesitting

Sonntag, September 12th, 2010

in der letzten woche hatten wir die verantwortungsvolle aufgabe, in der wohnung von verurlaubten freunden die geschätzt dreistellige anzahl an zurückgebliebenen pflanzen zu versorgen. darunter auch mehrere trächtige tomatenpflanzen. die reifen früchte der mit dem tabak und de rkartoffel verwandten pflanzen – im übrigen botanisch gesehen dem obst zuzuordnen, weil aus der blüte entstanden – stellten uns allerdigs vor ein problem. hängen lassen und der fäulnis hingeben – einfach selber verputzen oder abnehmen und hoffen, daß sie bis zur rückkehr der fleißigen züchter nicht schon dem flauschi zum opfer fallen? nein – das waren alles keine optionen. also sammelte ichdie roten kullern ein und verarbeitete sie zuhause zu einer hauptmahlzeit. zugegeben, die pasta dafür ist gekauft, aber trotzdem lecker. wie ich die frucht in soße verwandelt habe, erklärt rezept 28:flinke bolognese

tomatensoße mit makkaroni

zutaten:
400g tomaten
150g frische, grobe bratwurst
1/2 zwiebel
1 knoblauchzehe
1 EL olivenöl
1 EL tomatenmark
frischer basilikum, zucker, salz, pfeffer
zubereitung:
die tomaten schälen. dazu die haut kreuzweise anritzen und in eine schüssel geben, mit kochendem wasser übergießen, nach 10 sekunden abgießen. die haut lässt sich jetzt ganz leicht abziehen. die tomaten würfeln, grünen strunk dabei entfernen. die tomaten und das tomatenmark mit einer halben tasse wasser in einen kleinen topf geben und bei mittlerer hitze weich köcheln. zwiebel und knoblauch fein hacken, die pelle der bratwurst abziehen. wenn es saisonbedingt keine bratwurst geben sollte, macht es auch normales hackfleisch, die soße muss dann aber stärker gewürzt werden. das olivenöl in einer pfanne erhitzen, zwiebeln, knoblauch und wurstbrät bzw. hackfleisch anbraten bis das fleisch braun ist, dabei möglichst fein zerteilen. das fleisch zu den tomaten geben, einen guten esslöffel zucker mit zugeben zur milderung der säure der tomaten. eine handvoll basilikumblätter pflücken und fein hacken, zur soße geben. die soße mit salz und pfeffer kräftig abschmecken, da die pasta den geschmack später wieder verdünnt. zugedeckt bei geringer hitze etwa 20 minuten köcheln lassen. eventuell mit einem stück butter verfeinern. am vortag schon zubereitet “reift” die soße über nacht nach und schmeckt am nächsten tag noch viel besser zu jeder art von pasta, aber auch zu reis oder als grundlage für eine lasagne sehr zu empfehlen. in jedem fall der weiterverwertung – schmecken lassen!

36° und es wird noch heißer…

Dienstag, Juli 13th, 2010

was sich in dem 2raumwohnung-song vor allem im winter total toll anhört, ist im alltag wohl spätestens dann nicht mehr spaßig, wenn man unterm dach wohnt und sich dort auch nachts das quecksilber nicht unter die 30er grenze begeben will. die letzte woche war auch für kellerbewohner wie mich (btw,ich liebe das wort tiefparterre – ist ein so schöner euphemismus wie negativwachstum) der das glück hat, in einem klimatisierten büro arbeiten zu können, anstrengend und ich fühle mit jedem mit, der eine brütendheiße dachwohnung behaust.
trotzdem muss der mensch auch bei hohen temperaturen hin und wieder etwas zwischen die zähne schieben. Gut, wenn es dann etwas leicht bekömmliches ist, daß sich auch lauwarm genießen lässt. ich habe darum zwei rezepte der letzten tage ausgesucht, ein sehr flinkes und ein etwas aufwändigeres, beide um die 400 kalorien pro portion. beginnen möchte ich mit rezept 27: räucherlachsomelette

räucherlachs-omelette

zutaten:
2 eier
50ml milch
100g stremmellachs
1 frühlingszwiebel
1 tl butterschmalz
dill, pfeffer, salz
zubereitung: eier aufschlagen, mit milch verquirlen. lachs in würfel und frühlingszwiebel in feine ringe schneiden. butterschmalz in einer kleinen pfanne schmelzen und gut verteilen. vorallemam rand, damit das omelett nicht festbäckt. die eier in die pfanne geben. wenn die eier angestockt sind, den lachs darüber verteilen, die zwiebelringe darüberstreuen. leicht salzen, pfeffern und gut mit dill bestreuen. das omelette jetzt vorsichtig in der hälfte umklappen, bei geringer hitze fertig stocken lassen. mit etwas salat angerichtet schmecken lassen.

an zweiter stelle nun eine zugegebenermaßen nicht ganz neue idee, die aber so lecker ist, daß ich sie unbedingt hier im blog mit aufführen muss. es folgt rezept 28: serano-hühnchen

serano-hähnchen

zutaten (zwei portionen):
150g hähnchenbrust
125g couscous
3 scheiben Seranoschinken
1 möhre
1/2 rote paprika
50g Zuckerschoten
2el rosinen
1el pesto rosso
10g butterschmalz
frische basilikumblätter, pfeffer, salz, curcuma
die rosinen mit etwas curcuma und 125ml wasser aufkochen, kochfeld abschalten, den couscous einrühren und zugedeckt quellen lassen.
die hähnchenbrust in 6 stücke aufteilen leicht pfeffern. jedes stück mit großen basilikumblättern abdecken und mit einer halben scheibe serano-schinken umwickeln. die möhre in dünne scheibchen hobeln, den paprika in rauten schneiden. butterschmalz in zwei heiße pfannen aufteilen, in eine das gemüse, in die andere die hähnchenrollen geben. das fleisch ca. 3 minuten braten dann wenden. das gemüse häufiger schwenken. nach gleicher zeit die hähnchenrollen aus der pfanne nehmen, abgedeckt warm stellen. das pesto mit ein wenig wasser unter das gemüse geben, salzen und gut durchrühren. couscous und gemüse auf zwei teller verteilen, die hähnchenrollen oben auf das gemüse geben, mit basilikum dekorieren und im anschluss schmecken lassen.

der hase (extra für evi)

Freitag, Juni 11th, 2010

jetzt endlich auch mit foto – der neulich abends besprochene hase. auf rotkohl werde ich verzichten, aber die von mir als beilage präferierten kartoffelklöße stehen als extrarezept unten dran. mit genug geduld wird der hase saftig und so zart, daß er fast von allein vom knochen fällt. es folgt nun also das erstaunlich einfache und doch unglaublich leckere rezept 26:hasenbraten

zutaten:
1 kaninchen oder hase, ganz oder in teilen
1 bund suppengemüse
1 große zwiebel
2 knoblauchzehen
1 EL tomatenmark
scharfer senf, salz, pfeffer, lorbeer, zucker, butterschmalz, rapsöl
zubereitung:den hasen entweder ganz oder in teilen zubereiten, ich bevorzuge letzteres, da ich auch gern auf gefrorenes getier wegen des günstigeren preises zurückgreife und sich die teile dann besser austeilen lassen. die hasenteile mit senf einreiben, salzen und pfeffern. die bauchstücke können abgetrennt und zu rouladen gerollt werden. innereien wie leber, herz und nieren falls vorhanden erst nach der flüssigkeit (siehe unten) in den bräter geben. je 2 el butterschmalz und öl in einen bräter mit deckel geben (deckel kommt später drauf), den ofen auf 160°C heizen. die hasenteile ins heiße öl geben und von allen seiten scharf anbraten (vorsicht,spritzt gern). derweil möhre, sellerie, knoblauch und zwiebel in grobe würfel schneiden, mit in den bräter geben. ist der hase rundherum angebräunt, den topf soweit mit wasser ablöschen, daß die teile zur hälfte im wasser stehen. 2 lorbeerblätter und das tomatenmark zugeben, ca 2 tl zucker unterrühren, zudeckeln. kleiner tipp: ein paar frische oder getrocknete waldpilze oder etwas geräuchterten speck zugeben, gibt der soße später ordentlich pfiff. jetzt kommt der hase in den ofen, am besten für zwei stunden am vortag des speisens und nochmal ne halbe stunde zum warmwerden am genießertag. die teile dann im halb-stunden takt wenden, wenn zuviel flüssigkeit verloren geht, etwas wasser nachießen, die bratensoße beim wenden gut durchrühren, damit nix anbrennt am boden. vor dem servieren dann die fleischteile und die lorbeerblätter aus dem bräter nehmen, den bratensatz mit dem gemüse direkt im bräter oder im mixbecher aufpürieren, falls zu dick, etwas wasser zugeben. soße und fleisch nach belieben zusammen oder getrennt servieren. schmecken lassen!!

für rezept 27 kartoffelklöße benötigt man
1kg kartoffeln (mehligkochend, für ca. 8 klöße)
50g mehl
75g kartoffelstärke
2 eier
2 scheiben toastbrot
20g butterschmalz
salz,kümmel (frisch gemahlen), muskat
zubereitung:die kartoffeln schälen in einen topf geben, 3cm hoch wasser einfüllen, etwas salz und kümmel zugeben, zudeckeln. aufkochen lassen, danach 10 minuten bei geringer hitze köcheln und anschließend 15 minuten im topf gar ziehen lassen. deckel muss während des ganzen garprozesses geschlossen bleiben. gekochte kartoffeln heiß durch die kartoffelpresse geben etwas abkühlen lassen. derweil das toastbrot in würfel schneiden,in dem butterschmalz goldbraun rösten, etwas salzen dann kartoffeln, mehl, stärke, eier und muskat sowie etwas salz zu einem teig verarbeiten, etwa tennisballgroße klöße formen, in die mitte die brotwürfel geben, in reichlich siedendes wasser geben, 15 minuten ziehen lassen. darauf achten, daß nach dem einlegen der klöße das wasser nicht mehr aufkocht,sondern nur wallt und die klöße hin und wieder anstoßen, damit sie im wasser rollen können. die klöße schmecken lecker zu allen bratengerichten, rouladen oder gulasch. übriggebliebene lassen sich im kalten zustand in scheiben schneiden und in der pfanne angebruzelt nochmal genießen. schmecken lassen!

stabile sache

Sonntag, Februar 21st, 2010
lavalampe

lavalampe

es ist schon ein paar tage her, aber beeindruckt mich immer noch. seit ich nach dresden gezogen bin, bin ich im besitz einer lavalampe und kenne eine menge verschiedener “bilder” die von der lampe erzeugt werden. grundsätzlich ist jeder lauf natürlich einzigartig, aber ein paar grundformen kann man schon unterscheiden, gerade in der aufwärmphase. dennoch ist mir neulich ein effekt untergekommen, der bisher einzigartig war. nachdem die lampe in gang gekommen war, bildete sich eine relativ große lava-blase, die über den gesamten abend, also über mehr als sieben stunden, erhalten blieb. sie tanzte langsam auf und ab, immer wieder näherte sie sich dem “totbringenden” boden, kollidierte mit kleineren blasen, doch trotzdem blieb sie intakt und schwebte weiter. eine vielzahl physikalischer parameter – wärmeaufnahme der trägerflüssigkeit, größe der lavablase, stömungsverhalten usw. führten zu einem empfindlichen gleichgewicht, daß die blase am leben erhielt. irgendwie erinnerte mich das ganze an den millikan-versuch in dem ja auch ein zartes gleichgewicht zur bestimmung der elementarladung führte. natürlich hatte dieser abend keinerlei auswirkungen auf die welt der physik, aber trotzdem fiel es mir schwer, beim zubettgehen die lampe abzuschalten und somit dieses – wenn auch nicht einmalige, dann doch zumindes extrem seltene schauspiel zu beenden.

zurück in die vergangenheit

Samstag, Dezember 12th, 2009

ist nicht nur der titel einer von mir früher sehr gern gesehenen tv-serie sondern auch das anliegen von archive.org – der etwas anderen internet-suchmaschine. das archiv bietet die möglichkeit, die vergangenheit von webseiten anzuzeigen. interessant und witzig, noch einmal die anfänge von google oder microsoft im netz anzuschauen. mir half das archiv übrigens, alte blogartikel wiederzufinden, die ich nun wieder hier eingefügt habe. leider nicht ganz vollständig, aber wenigstens ein teil ist so erhalten geblieben. vielen dank an dieses geniale projekt.

Back2life

Freitag, Dezember 4th, 2009

endlich geschafft. nach ewiger blogabstinenz hab ich nun endlich wieder eine präsenz online. um mal den p.j. blumenthal zu zitieren: “neu ist die wohnung” – und folglich ist noch vieles baustelle. soweit man das bei einem wordpress – blog so sagen kann. immerhin bin ich nur für die inhalte verantwortlich, das system ist ja zum glück schon da. vielleicht gelingt es mir ja noch, meine alten beiträge aus der versenkung zu heben, so ich sie aus irgend einem backup zaubern kann. bis dahin begnüge ich ich mit aufhübscharbeiten – und natürlich überflüssigen geisitgen ergüssen und leckerem kochwerk.

die größe ist nicht alles

Samstag, Oktober 6th, 2007

sagt man im allgemeinen. bilder trifft dies nicht zu – bedeutet hierbei doch größe gleich detailreichtum und authentizität. aber manchmal ist man dennoch darauf angewiesen, die fotos der 15-megapixel spiegelreflexkamera in ein kleineres format zu bringen, sei es aus speichertechnischen gründen oder aus der tatsache heraus, daß nicht jeder ein flachbildschirm mit zweieinhalb meter diagonale besitzt. aber einfach ein bild verkleinern und dabei wichtige details im bild verlieren? die zeiten sind vorbei!
schon vor einigen tagen habe ich bei ehrensenf ein beitrag über intelligente bildgrößenveränderung gesehen und war von der technik des seam carving also in etwa “nahtschnitzerei” total begeistert (siehe video).

aber es gibt inzwischen nicht nur interessante videos zu der technik sondern auch praktische anwendungen. bei rzizr.com kann man seine eigenen bilder ziemlich einfach und intuitiv mit der seam carving technik anpassen. der hilfebereich ist ziemlich knapp gestaltet, erklärt aber alle funktionen des programms ausreichend, für einen schnellen einstieg ideal. mit rsizr kann man nun endlich seine tollen aufnahmen in eine vernünftige größe bringen und dabei nichts wichtiges verlieren und auch nicht-proportionale größenänderungen sind möglich ohne daß ein zerrspiegeleffekt auftritt. einfach genial!

nachtrag: eine windows-anwendung, die das auch kann findet man kostenfrei bei code.google.com